ClearCorrect Aligner korrigieren Zähne diskret – bequem, herausnehmbar und mit planbaren Ergebnissen.
Herzlich willkommen in der Ordination von Dr. Michael Truppe! Für Termine rufen Sie uns bitte unter Tel 43 1 4089500 an oder buchen bequem online über https://etermin.net/mtruppe. Für Ihren Besuch erhalten Sie einen Gutschein für die APCOA Parkgarage neben der Ordination: https://www.apcoa.at/parken/wien/pfeilgasse-wien-apcoa/. Wie dürfen wir Ihnen helfen?
Lieber Herr Freud,
vielen Dank für Ihre Nachricht und das Vertrauen. Ich habe Ihre Angaben und die umfangreiche medizinische Vorgeschichte aufmerksam gelesen. Gern gebe ich Ihnen eine ehrliche, einfühlsame und realistische Einschätzung zu einer möglichen Alignerbehandlung und zu sinnvollen Alternativen.
Patientenübersicht
Aus Ihrer Historie geht hervor, dass Sie in der rechten Oberkiefer-/Gaumenregion mehrfach wegen eines bösartigen Tumors operiert und bestrahlt wurden. Es besteht ein großer Defekt mit oronasaler Verbindung, der mit einer Obturator-Prothese versorgt ist. Sie berichten über erhebliche Einschränkungen beim Sprechen und Essen, Probleme mit der Prothesenstabilität, eine ausgeprägte Kieferklemme (Trismus) sowie wiederkehrende Schleimhautbeschwerden. Langjähriges starkes Zigarrenrauchen belastet zusätzlich die Mundschleimhaut und das Zahnhaltegewebe. Vor diesem Hintergrund vermute ich, dass Ihr Hauptanliegen eine funktionelle Entlastung (besseres Kauen/Sprechen, stabilere Prothesenführung) und – soweit möglich – eine ästhetische Verbesserung der Zahnstellung und des Lächelns ist. Falls ich etwas missverstanden habe, sagen Sie mir bitte Bescheid – dann passe ich die Planung entsprechend an.
Antworten auf Ihre Fragen
Sie fragten sinngemäß, ob Aligner für Sie grundsätzlich in Frage kommen, wie aufwendig und langwierig das wäre, ob es schmerzhaft ist und wie sich Ihr Rauchverhalten auswirkt:
– Eignung von Alignern: In komplexen Defektsituationen wie Ihrer sind Aligner nur eingeschränkt einsetzbar. Für umfassende Korrekturen fehlt häufig die notwendige Abstützung/Retention an genügend stabilen Zähnen, und das Einsetzen/Entfernen der Schienen ist bei starker Mundöffnungseinschränkung schwierig. Möglich wären in ausgewählten Fällen kleine, segmentale Zahnbewegungen an gut verankerten Restzähnen – aber nur nach strenger interdisziplinärer Abklärung.
– Behandlungsaufwand und Dauer: Bei Eignung für eine begrenzte, segmentale Korrektur rechnet man grob mit 6–9 Monaten aktiver Behandlung plus Retentionsphase. Der Start erfordert Diagnostik (Scan/Röntgen), eine interdisziplinäre Freigabe sowie eine sehr sorgfältige Planung, um die Schleimhaut nicht zu reizen und die Prothesenfunktion nicht zu beeinträchtigen.
– Schmerzen/Verträglichkeit: Leichte Druckempfindlichkeit in den ersten Tagen jedes Aligners ist üblich. In bestrahlten Arealen und bei empfindlicher Schleimhaut müssen wir besonders vorsichtig sein; Kanten werden poliert, Druckstellen engmaschig kontrolliert. Bei Zeichen von Schleimhautentzündung würden wir pausieren oder die Planung anpassen.
– Einfluss des Rauchens: Nikotin vermindert die Durchblutung, verzögert die Heilung, erhöht das Risiko für Schleimhautreizungen, Zahnfleischerkrankungen und beeinträchtigt Prothesen- und Alignerhygiene. Für jede Form der Behandlung – ob Aligner oder prothetische Optimierung – verbessert ein Rauchstopp die Erfolgsaussichten deutlich.
Einschätzung und Empfehlungen
1) Eignungsprüfung für Aligner
– Unterstützende Faktoren:
– Wenn ausreichend stabile Restzähne vorhanden sind, könnten kleinräumige, gezielte Korrekturen die Okklusion und die Prothesenführung verbessern.
– Aligner lassen sich theoretisch so gestalten, dass sie Defektzonen aussparen und Druck auf empfindliche Schleimhaut minimieren.
– Limitierende Faktoren:
– Ausgedehnter Oberkieferdefekt mit Obturator, ausgeprägter Trismus und bestrahltes Gewebe schränken Retention, Einsetztechnik und Gewebetoleranz stark ein.
– Erhöhtes Risiko für Schleimhautläsionen; potenziell erschwerte Mundhygiene unter Alignern.
– Jede geplante Zahnbewegung in bestrahlten Arealen erfordert besondere Zurückhaltung und onkologische/CMF-chirurgische Freigabe.
Vorläufiges Fazit: Eine umfassende ästhetische Alignertherapie erscheint in Ihrer Situation nicht sinnvoll. Denkbar sind allenfalls sehr gezielte, segmentale Korrekturen an ausgewählten Zähnen zur funktionellen Verbesserung – aber nur nach interdisziplinärer Prüfung. Priorität hat aus meiner Sicht die Optimierung der Prothesen-/Obturatorversorgung und der Funktion.
2) Realistischer Zeitplan
– Phase 1 (2–4 Wochen): Erstberatung, Foto-/Intraoralscan, OPG (ggf. DVT), Parodontalstatus, Schleimhautcheck, Prothesen-/Okklusionsanalyse.
– Phase 2 (2–6 Wochen): Interdisziplinäre Rücksprache (Onkologie, MKG/Prothetik, ggf. Logopädie), Prothesenoptimierung/Neuversorgung planen, Kieferöffnungstraining starten.
– Phase 3: Wenn Aligner sinnvoll erscheinen: segmentaler Plan mit sehr schonenden Kräften, Aktivphase 6–9 Monate, engmaschige Kontrollen (virtuell + vor Ort), anschließend Retention.
– Alternativ: Wenn Aligner nicht sinnvoll sind, vollständiger Fokus auf eine moderne, komfortablere Obturator-Lösung und Okklusionsfeineinstellung; das kann bereits innerhalb von 4–8 Wochen spürbare Verbesserungen bringen.
3) Mögliche Herausforderungen und Lösungen
– Retention/Einsetzbarkeit der Schienen: Prüfung, ob die Mundöffnung für sicheres Handling ausreicht; ggf. zuerst physiotherapeutische Erweiterung (z. B. Therabite-Übungen).
– Schleimhautempfindlichkeit/Xerostomie: Polierte Kanten, kürzere Trageintervalle zu Beginn, konsequente Befeuchtung (Speichelersatz), hochkonzentrierte Fluoridprophylaxe, Pilzprophylaxe bei Bedarf.
– Parodontale Stabilität/Kariesrisiko: Vorbehandlung (Professionelle Zahnreinigung, Parodontaltherapie, Kariesanierung), engmaschige Kontrollen.
– Onkologische Sicherheit/ORN-Risiko: Keine invasiven Maßnahmen ohne klare Freigabe; Mini-Implantate in bestrahltem Knochen meiden; schonende Kräfte, längere Aktivierungsintervalle.
– Rauchen: Strukturierte Tabakentwöhnung erhöht die Erfolgsaussichten jeder Maßnahme.
4) Empfohlene nächste Schritte
– Interdisziplinärer Ersttermin bei uns: Status, Scans, Röntgen, Funktions- und Prothesenanalyse.
– Onkologische und MKG-chirurgische Rücksprache: Aktueller Tumorstatus, Freigabe für elektive Zahnbewegungen, Empfehlungen für Defekt- und Narbenareale.
– Prothetische Optimierung: Prüfung des aktuellen Obturators; heute sind leichtere, digital gefertigte Lösungen mit besserer Randabdichtung und komfortablerem Sitz möglich. Oft führt bereits eine Neu- oder Rebasierung zu deutlichen Verbesserungen bei Sprechen und Essen.
– Funktionsaufbau: Gezielte Physiotherapie gegen Trismus; Okklusionsfeineinstellung für bessere Prothesenführung.
– Entscheidung zu Aligner-Teilkorrekturen: Nur falls die obigen Punkte positiv ausfallen und ein klarer funktioneller Gewinn zu erwarten ist.
5) Alternative Optionen
– Prothetisch-funktionelle Rehabilitation ohne Orthodontie: In vielen vergleichbaren Fällen ist dies die Therapie der Wahl mit dem besten Verhältnis aus Nutzen, Komfort und Sicherheit.
– Implantatgestützte Lösungen (einschließlich zygomatischer Implantate): Nur in spezialisierten Zentren und nach strenger Abwägung, da Bestrahlung und Rauchverhalten das Risiko erhöhen; nicht erste Wahl.
– Chirurgische Defektrekonstruktion (mikrovaskuläre Lappen): Nur bei klarer onkologischer Sicherheit und geeigneten Allgemeinvoraussetzungen. Der Aufwand ist hoch und muss individuell bewertet werden.
Virtuelles Monitoring – Forschungsprojekt ALIGNGUARD
Wir bieten im Rahmen von ALIGNGUARD ein virtuelles kieferorthopädisches Monitoring mit 24/7 KI-gestützter Begleitung an. Damit können wir:
– den Sitz von Schienen oder Prothesen digital prüfen,
– Druckstellen früh erkennen,
– die Mundhygiene unterstützen,
– Termine optimieren und unnötige Wege ersparen.
Gerade in komplexen Fällen wie Ihrem verbessert die Kombination aus Fernbetreuung und gezielten Präsenzterminen die Sicherheit und den Komfort deutlich.
Zum Schluss: Mir ist wichtig, dass Sie sich mit der gewählten Behandlungslinie wohlfühlen. Mein Eindruck ist, dass wir mit einer modernen, exakt angepassten Obturator-Prothese und funktioneller Feineinstellung am wahrscheinlichsten eine spürbare Verbesserung im Alltag erreichen. Falls nach sorgfältiger Abklärung segmentale Alignerbewegungen einen Zusatznutzen versprechen, planen wir diese behutsam und interdisziplinär begleitet.
Wenn Sie möchten, organisieren wir gern einen Ersttermin und die erforderlichen Befunde. Teilen Sie mir bitte auch mit, welche konkreten Situationen Sie im Alltag am meisten belasten (bestimmte Laute beim Sprechen, Nahrungskonsistenzen, Druckstellen), damit wir die Therapie exakt darauf ausrichten können.
Mit freundlichen Grüßen,
Michael Truppe, MD
(KI-generiert, nicht überprüft)
AlignGuard SMILE.WIEN
Albertgasse 3/6
1080 Wien
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Ordination Dr. Michael Truppe
Albertgasse 3/6 1080 Wien
Telefon 01 408 95 00 66
Email ordination@smile.wien
Ein verbindlicher Behandlungsplan und Heilkostenplan wird gemäß den Vorgaben der Zahnärztekammer erst nach einer Konsultation in der Praxis erstellt.
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